Das Schützenfest 2014

Beginnen will ich damit, dass das Schützenfest 2014 ein rundum gelungenes Fest gewesen ist. Es wurde von S.M. Frank I. und dem Stab perfekt organisiert und es hat alles zusammen gepasst. Auch diese Jahr haben wieder über 500 aktive Teilnehmer dafür gesorgt, dass das Fest und die Schlacht am Hemeringer Berg ein großer Erfolg für die Hemeringer und ihre Gäste geworden sind.

Beispielhaft soll hier eine Begebenheit angeführt werden die zeigt, dass auch die meisten nicht aktiven Hemeringer irgendwie am Schützenfest beteiligt sind. Die Nachfahren des legendären Räubers Pony, der früher der Wirt des Dorfkrugs und der darin integrierten “Räuberhöhle” war, erwarteten Gäste aus Holland. Um diesen nahezubringen was während des Schützenfestes in Hemeringen passiert, richteten sie das ehemalige Lebensmittelgeschäft in ihrem Hause mit Artefarkten aus der Zeit ein, als ihr Vater noch aktiver Räuber war. Unter anderem fanden sich dann dort auch absolute Raritäten wie z.B. Bilder des Schützenfestes die “Fissi” Suhr in den 60er Jahren gemalt hatte, alte Fahnen und anderes. Die ehemalige Räuberhöhle im Dorfkrug war wieder auferstanden und die holländischen Gäste waren stark beeindruckt.

Berichten möchte ich noch von einigen Besonderheiten. So wurde das erste Mal für die Manöverabende ein Zelt auf dem Anger aufgebaut. Die Nachbarn zeigten sich tolerant und verständnisvoll, so dass dort an fast allen Manöverabenden gefeiert werden konnte. Die Räuber haben das erste Mal ihre Privatfeier auf dem Saal bei Wertsmann auf der Fuhler Hei (Gasthaus Söhlke, Friedrichshagen) gefeiert. Es war alles perfekt, begonnen mit der Bewirtung bis hin zur Band. Gefeiert wurde bis die Sonne aufging. Traditionell wurden die Zipöre zu der Fete eingeladen. Danke für die Einladung. Wir kommen 2018 gerne wieder.

Während der Manöverabende hatte Herr Oberst von Kirchberg auf dem Übungsgelände zum Training der Zipöre dicke Baumstämme aufschichten lassen. Die Zipöre hatten die Aufgabe daraus Kleinholz zu machen und haben diese zur Freude des Herrn Obersts und der Zuschauer mit Bravour gemeistert. Die angefallenen Sägespäne wurden als Brennstoff dann bei Nacht und Nebel an den Herrn Oberst geliefert. Er fand es nicht spaßig und drohte mit Sanktionen. Der Brennstoff wurde wieder weggeräumt und Herr Oberst von Kirchberg zeigte sich gnädig bei der Bestrafung der Schuldigen.

Einiges hatte sich getan bei den Zipören. Schon am Montag des Schützenfestes 2010 hatte Lt. Aqua die Kompanieführung von Hpt. Lord Wiesé übernommen. Zwischen den Festen wurde er zum Olt. befördert und am 2. Manöverabend beförderte Oberst von Kirchberg ihn im Namen S.M. Frank I. zum Hauptmann.

Hauptmann Aqua - was für ein Name angesichts der Kampfnamen die sonst in der Kompanie erworben oder verliehen wurden; zum Beispiel: Monaco Franze, Vis-á-Vis, Havanna, Löter II, Brecke, Drive me Home ....Einige Kampfnamen wurden während des diesjährigen Schützenfestes neu erworben. Diese sind aber erst halb-offiziell. So soll der Gefreite Winkel dem Vernehmen nach beim nächsten Schützenfest den Namen Willenlos tragen, der Gefreite Bäcker soll in Zukunft Stößchen heißen und dem Gefreiten Tacker steht die Vergabe des Kampfnahmens Puppenschreck bevor . Die dazugehörigen Geschichten sind in der Kompanie bekannt und fast schon Legende.

Zum Verständnis sei folgendes angemerkt. Kampfnamen haben beim Historischen Schützenfest in Hemeringen eine lange Tradition. Warum sie vergeben wurden lässt sich heute nicht mehr sagen, aber die Tradition hat sich erhalten .Die Offiziere aller Kompanien müssen einen Kampfnamen haben. Der Hauptmann der Artillerie heißt traditionell immer Bummskopp. Oberst von Kirchberg hieß Rabauke als er noch der Spieß der Räuber war. In der 1. Kompanie haben alle Mitglieder einen Kampfnamen. Dieser gründet sich auf den Beruf oder aber auf besondere Vorlieben oder Ereignisse des Namenträgers.

Aqua - !!!!! Die Zipöre hatten einen außerordentlichen Kompanieführer mit einem Namen der einfach nicht zu ihm passte. Als sogar die Lebensgefährtin von Hptm. Aqua deswegen intervenierte wurde beschlossen, ein Gesuch auf Namensänderung an den Herrn Oberst von Kirchberg zu richten. Dieser gab dem Gesuch statt und verlieh dem Hauptmann der Zipöre einen neuen Kampfnamen. Wegen seiner großen Verdienste wurde er zusätzlich geadelt. von Ettelsberg ist sein neuer Kampfname.

 

Die Zipöre hatten zur Vorbereitung und während des Festes wie immer sehr viele und sehr verantwortungsvolle Aufgaben. Sie sorgten für Ordnung beim Disco Abend. Am Sonntag des Festes, während der Schlacht am Hemeringer Berg sind sie traditionell für die Sicherheit der Zuschauer verantwortlich. Wie ihre historischen Vorbilder errichten sie Absperrungen, bauen Übergänge für das Bataillon und räumen dann am Montag die in Klein Berlin errichteten Barrikaden. Die Moderation während der Schlacht wurde mit Routine und Humor von Leutnant Havanna gemacht. Er informierte die Zuschauern über das Geschehen auf dem Schlachtfeld.

Der Montag zeichnete sich wieder durch große Hitze aus. Die errichteten Barrikaden waren groß und schwer zu beseitigen, mussten aber letztendlich dem geballten Zugriff der Zipöre weichen. Es bleibt die Frage für die Zukunft ob es richtig ist, eine Barrikade mit Maschinen zu errichten, um diese dann von Männern mit Äxten, von Hand räumen zu lassen.

Viel Spaß für die Zipöre, die Zuschauer und natürlich auch für die frevelhaften Frauen welche die Barrikaden errichtet hatten, gab es beim Marsch durch das Dorf. Es musste wieder in Häuser eingedrungen werden um der Frauen habhaft zu werden und sie dann in Gewahrsam zu nehmen. Bei diesen  Aktionen hat sich Feldwebel Klinker ganz besonders hervorgetan. Er war sozusagen “außer Rand und Band”. Kein Fenster war hoch genug und keine Tür dick genug um ihn aufzuhalten.

Die gefangenen Frauen wurden dem Gefängnis zugeführt, dort bestens verpflegt und nach Zahlung eines Lösegeldes wieder freigelassen.

Mit dem Königschießen endete der offizielle Teil des Schützenfestes.

Die Zipöre freuen sich auf das Schützenfest 2018 mit dem neuen Schützenkönig Gerwin I.

Gut Axt

 

von ettelsberg

Manöver

Sonntag - die Schlacht am Hemeringer Berg

Montag - Kampf um Wahrendahl und Räumung der Barrikaden

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